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Nachhaltige Geldanlage in China

Nachhaltige Geldanlage in Chinesische Aktien

Für Staaten wie z.B. China oder auch Russland war jahrelang die wirtschaftliche Aufholjagd die oberste Priorität. Das Thema Nachhaltigkeit welche bei uns in Mitteleuropa schon lange mehr und mehr an Bedeutung gewinnt wird nun auch in China wahrgenommen. Die Corona Pandemie hat diesen Effekt weltweit verstärkt. Euröpäische Firmen schätzen die umweltverträglichkeit ihrer Produktion bzw. Aktivitäten selbst ein, werden zertifiziert und- oder berichten einem unabhängigen Aufsichtsrat davon.


ESG Kriterien in China

ESG bedeutet aus dem englischen übersetzt soviel wie Umwelt, Soziales und Corporate Governance = Unternehmensführung. Viele Anleger achten mehr und mehr bei Ihren Invests darauf, dass sie in Firmen und Produkte investieren, die Nachhaltig sind. Institutionelle Investoren, die häufig auf strenge ESG Kriterien achten, erhöhen den Druck auf chinesische Unternehmen. Die Zeichen stehen auf Veränderung.

Vielerorts liegen in China zwischen Theorie und Praxis jedoch noch Welten. Zudem ist die Offenlegung vieler ESG Kriterien in China noch keine Pflicht sondern freiweillig (Stand 2021). Es fehlt Unternehmen und Konsumenten oftmals noch das Bewusstsein dafür, so wie es bei uns Einzug gehalten hat. In China ist auf die internenen Kontrollmechanismen in großen Unternehmen weniger Verlass als bei uns in Deutschland. Nur ein Drittel des Managementboards ist von Personen zu besetzen, die keine finanziellen Interessen haben.


Einfluss des Staates – Chinesische Aktiengesellschaften

Der Einfluss des Staates in China – auch auf große und erfolgreiche Unternehmen – ist eines der größten Anlegerrisiken. Hier ein Auszug aus dem Manager Magazin:


Der Staat sowie Regularien können immer wieder zu kurzfristigen Abverkäufen am Aktienmarkt führen. Viele Anleger erinnern sich noch das Jahr 2016, in denen der Handel in China mehrfach ausgesetzt wurde um einen zu starken Sell-Off an den Aktienmärkten zu verhindern.

Die 300 größten Aktiengesellschaften in China sind im CSI 300 – Shanghai Shenzhen gelistet. Diese Großunternehmen legten 2020 mit rund 66% am Häufigsten Grundsätze der Unternehmensführung offen.

In Punkto Nachhaltigkeit hat dies oftmals negative Effekte, denn viele Posten des leading Boards sind oft von Familienmitgliedern einer oder mehrerer Großaktionäre besetzt, die eher monetäre Interessen haben.


Chinesische A-Aktien - Umweltkritierien

A Aktien (chinesisch: A股)sind Aktiengesellschaften die an der Shanghai Stock Exchange oder der Shenzhen Stock Exchange gehandelt werden und auf Renminbi (Währung der VR China) lauten. Seit dem Jahr 2002 können diese Aktien, die ehemals nur von chinesischen Staatsbürgern gehandelt werden konnten, auch von ausländischen Anlegern gekauft und verkauft werden.

Diese Unternehmen müssen seit 2020 Umweltmaßnahmen offenlegen wie z.B. Emission, Luftschadstoffe und Verunreinigung von Gewässern und Böden.


Fazit: China ist definitiv auch auf dem Weg zu einer nachhaltigen Unternehmenskultur. Wenn auch mit einigen Jahren Verspätung. Die Corona-Krise hat das Nachhaltigkeitsdenken der Chinesen zum Positiven beeinflusst.

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