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SHENZHEN - CHINAS SILICON VALEY



Die chinesische Stadt Shenzhen ist bei uns in Deutschland nicht jedem geläufig. Während bei uns über Zukunftsthemen wie künstliche Intelligenz, Stadtbegrünung, digitale Verwaltung oder Mobilität der Zukunft meist nur gesprochen wird, handelt Shenzhen entschlossen. 1979 als Sonderwitschaftszone vom damaligen Parteichef Deng Xiaoping gegründet ist Shenzhen heute eine Modellstadt die Konzerne wie TENCENT, HUAWEI oder PING AN beheimatet.

Die Stadt selbst hat die höchste Gründerdichte Chinas und soll mit dem Greater Bay (angrenzende Städte) verschmolzen werden.


Die technologisch fortschrittlichste Stadt Chinas

Ähnlich wie im Silicon Valey herrscht dort eine Gründerstimmung vor. Der Weg von der Idee zum Produkt ist kurz und folgt einem extremen Entwicklungstempo. Die Hälfte aller internationalen zum Patent angemeldeten Produkte aus China stammt aus Shenzhen.


Keine Staatskonzerne, sondern TECH Giganten dominieren Shenzhen

China investiert derzeit rund 4% des BIP für Forschung und Entwicklung. Deutschland rund 2%. Seit dem Jahr der Gründung 1979 stieg die Wirtschaftsleistung der Stadt um durchschnittlich rund 22% pro Jahr ! Ein weiterer Standortvorteil ist die Nähe zur Nachbarstadt Dongguan. Eine Fabrikstadt in der die Ideen schnell umgesetzt werden können. Vor 40 Jahren lebten in Shenzhen ca. 70.000 Menschen. Heute zählt die Stadt rund 20 Millionen Einwohner von denen die überwiegende Zahl Mandarin spricht und nicht Kantonesisch. Das Durchschnittsalter liegt bei rund 30 Jahren. Viele junge Bürger haben erfolgreich im Ausland studiert und kommen wieder mit geballtem Wissen zurück.


Konzerne die in Shenzhen beheimatet sind:


  • Huawei. Der Smartphone und Tablethersteller sowie ein führender 5G Ausrüster

  • Tencent. Die Mega Internetholding. Egal ob League of Legends, Fortnite, Clash of Clans, World of Warcraft oder Assassin's Creed: Hinter all diesen populären Spielen steckt das chinesische Unternehmen Tencent. Weiterhin betreibt Tencent den Messaging-Dienst "WeChat"

  • PingAn. Die größte Versicherungsgesellschaft Chinas. Mit der App "Superfast Onsite Investigation System"hat PingAn das wohl innovativste Tool auf dem Versicherungsmarkt geschaffen, welches die Schadensregulierung für den Versicherer und den Versicherungsnehmer vereinfacht. Ein Blick auf die Zahlen des Versicherungskonzern legt die Vermutung nah, dass die App erst der Anfang der kommenden Innovationen ist. Immerhin investiert der Konzern 1 % seiner jährlichen Einnahmen in Forschung und Entwicklung und beschäftigt allein in seinen Forschungszentren 30.000 Menschen, die in den letzten Jahren 18.000 Patente angemeldet haben.

  • BYD. Der Weltmarktführer bei Elektrobussen und Akkuproduzent, der sich gerade auch anstrengt den PKW Markt aufzumischen.

  • China Merchants Bank. Eine der größten Banken Chinas nach Bilanzsumme und im SSE Index in Shanghai an der Börse gelistet. Ein Übersicht der Börsenplätze in China findet ihr hier.


Bild: Shenzhen ist eine Smart City mit hoch technisierter Überwachung und Nachhaltigkeit. Wer bei rot über die Ampel fährt erhält per Gesichtserkennung seinen Bußgeldbescheid


Was können andere Länder von Shenzhen lernen ?

An genannten Beispielen kann man die Beudeutung von Sonderwirtschaftszonen sehen. Unternehmergeist, Wagnis und der Mut zur Gründung werden gefördert. Deutschland hat hier enormen Nachholbedarf. Die Gesamtkonzepte von Sonderwirtschaftszonen sollten aus Steuervorteilen, Erleichterungen für die Buchführung, Kostenvorteilen für Investoren und langfristigen Wachstumsperspektiven bestehen.

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